Schlaraffia Berolina


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4058. Sippung

Sippungsberichte > 4050 - 4059

Kurzbericht über die 4058. Sippung der Berolina

Icke, dette, kicke mal… (Mundartsippung)

Natürlich wurde an diesem Sippungsabend kräftig berlinert. Schließlich waren die Ur- und Neuberliner in der Mehrzahl. Aber auch aus vielen anderen Landen deutscher Zunge waren Schlaraffenfreunde eingeritten. Welch eine Spaß all diese herrlichen Dialekte zu hören. So kennen doch nur wenige Sprachen so viele unterschiedliche Mundarten wie das Deutsche. Das geht soweit, dass man einige ohne Simultanübersetzung kaum verstehen konnte. Rt. Wotanicus half und so bei seinem plattdeutschen Vortrag. Aber gehen wir der Reihe nach:

Unser Wiener Berliner Rt. Bolle begann den Fechsungsreigen auf berlinerisch mit dem sprechgesungenen Lied “So was wie die Frieda war noch nie da”.

Rt. Auto-Krad aus der Potsdamia trug eine nur wenig verstaubte 90 Jahre alte Fechsung über zerschlissenen Bücher vor. Viel hat sich seit dem nicht geändert.

Vom Zicken-Schulze aus Berlin-Bernau sang und klimperte Rt. Moksch.

Jetzt kam endlich das stattliche Fähnlein der eingerittenen Freunde aus austriakischen Landen zu Wort: Erst innviertelisch und dann wienerisch fechste Rt. Syrah über “die Resi mit de blonde Haar” und über den dahin geschiedenen Kater Peter. Schön war’s.

Unser Rt. Champignon forderte den anderen Ursachsen Rt. Wilhelm Rex III. zu einem sächsischen Zwiegespräch heraus. Am Schluss wurde es dann noch ganz feierlich, als Champi die sächsische Gönigs-Hymne sang.

Ein Höhepunkt des Abends folgte, für den es zu Recht den Vindobona-Ahnen gab: Rt. Sir Lu-Latsch sang wunderschön und grauslich, unterstützt von Rt. Jascha und Jk. Jürgen P., die Berliner Moritat von der Krummen Lanke.

Auch an diesem Abend erfreute uns Rt. Baubart wieder mit einem Wiener Lied, diesmal vom schönen kleinen Schwipserl.

Rt. Klangholz kam uns ganz spanisch vor, er sang und zupfte mal ausländisch.

So hörten wir an diesem Abend noch viele Mundarten, rheinisch-berlinerisch von Rt. Lo-Lu, Hocheifelplatt von Rt. Bouquet-Garni und wieder berlinerisch von Rt. Mal-Tesa. Und noch einiges mehr. Hart an der Grenze des Uhu-Verhängens war der sächsische Beitrag von Jk. Denis. Gefallen hat’s dem Reych umso besser.

Dieser schöne Abend sollte doch für uns alle Anlass sein, unsere Mundarten ein wenig mehr zu pflegen. Schade, wenn einer nur hochdeutsch kann!

Fritzewitz

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