Hauptmenü
Sippungsberichte > 4000 - 4009
Kurzbericht über die 4004. Sippung der Berolina
Bauernregeln
Das Sippungsthema war so ganz nach dem Geschmack der Sassen: Bauernregeln kennt jeder, zwei oder drei echte, aber noch viel mehr verballhornte. So kam es, dass nicht nur in den Fechsungen viele derartige Weisheiten zum Besten gegeben wurden, sondern auch in zahlreichen spontanen Wortmeldungen. Auch dem Fungierenden war schon bei seinen einführenden Worten seine Begeisterung für diese Naturphilosophie anzumerken.
Doch nicht nur ihre profunde Kenntnis dieser bäuerlichen Kulturschätze demonstrierten die Sassen, sondern auch ihre Kreativität, war doch manch ein vorgetragener Zweizeiler deutlich als eigene literarische Schöpfung zu erkennen.
In ernsthaften Teilen der Beiträge wurde der Sinn der Bauernregeln erläutert, nämlich den Menschen in einer von der Landwirtschaft und deren Abhängigkeit vom Wetter geprägten Gesellschaft Hilfen für ihre tägliche Arbeit zu bieten. Eine gewisse Diskrepanz zwischen diesem Prinzip und den dazu vorgetragenen Beispielen irritierte den Berichterstatter. Diese setzten sich nämlich weniger mit dem Wetter auf dem Felde als vielmehr mit dem bäuerlichen Liebesleben auf der Tenne auseinander. Das Reych allerdings war davon ganz offensichtlich nicht irritiert.
Der Schlaraffe, meist ein Städter,
schert sich eben kaum ums Wetter,
ihn aber brennend interessiert,
was bei dem Liebesspiel passiert.
Schweigsam
Untermenü