Schlaraffia Berolina


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3991. Sippung

Sippungsberichte > 3990 - 3999

Kurzbericht über die 3991. Sippung der Berolina

Ein Reych von Adligen

Einerseits sollte mit der Verleihung schlaraffischer Orden ursprünglich die kleinbürgerliche Borniertheit und Geltungssucht in der Profanei persifliert werden – und eigentlich gilt das wohl auch heute noch. Aber der Fungierende wies bei der Eröffnung des Ordensfestes darauf hin, dass sich andererseits der Sinn der Ordensverleihung im Laufe der Zeit gewandelt habe, es solle damit Anerkennung für schlaraffische Verdienste zum Ausdruck gebracht werden – wohl auch richtig.

Den mit Orden Geehrten war allerdings mit einer solch differenzierten Betrachtungsweise kaum geholfen: Sie mussten rätseln, ob sie nun Empfänger des Dankes des Reyches oder Zielscheibe oberschlaraffischen Spottes geworden waren.

Selbstverständlich wurden nicht nur Orden verliehen, sondern auch vielfältige Tituln; besonders beeindruckend aber war die Erhebung zahlreicher Sassen in den Adelsstand. Nun gibt es kaum mehr Parterreschlaraffen, die Berolina ist vielmehr ein Reych von Edlen, Baronen, Markgrafen, Landgrafen, Pfalzgrafen, Herzögen, Großherzögen, Fürsten, Großfürsten, Reychsfürsten und sogar einer Königlichen Hoheit.

Das hohe Ordenskapitul habe sich, so der Fungierende, weiser Beschränkung befleißigt. Wie wahr: immerhin wurde kein Kaiser gekrönt.

Schweigsam

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